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Nachlese - gfo Regionalmeeting Köln 02.10.2018 - sipgate: agiles Arbeiten live erleben

Nachlese - gfo Regionalmeeting Köln 02.10.2018 - sipgate: agiles Arbeiten live erleben

Beitrag vom 12. Oktober 2018

 

Angekündigt wurde das Regionalmeeting so:

Erleben Sie bei sipgate wie agile Arbeit wirklich funktioniert.

Das außergewöhnliche an diesem Unternehmen ist seine Einstellung zur Arbeitskultur:

Hacking Work - lean und agil mit ganzem Herzen.

  • Keine Titel
  • keine Manager
  • keine Abteilungen
  • keine Gehaltsverhandlungen
  • keine Budgets
  • keine Angst
  • keine Überstunden .

Stattdessen:

  • Selbstverantwortung
  • Feedback
  • Lernen
  • Freiheit und
  • Spaß – das ist es, was uns glücklich und gleichzeitig besser macht.

Und genau das haben wir erlebt. Schon im Eingangsbereich von sipgate spürten wir die besondere Atmosphäre. Es ist nicht nur alles sehr modern und mit viel Glas ausgestattet. Sondern es ist auch bunt. An vielen Stellen stehen frische Blumen und an den Wänden hängen imposante Kunstwerke.

Am Vorabend des Feiertags zum 3. Oktober haben sich über 20 Interessierte zum Regionalmeeting bei Sipgate getroffen. Alle begrüßten sich und kamen schnell ins Gespräch bei einer hippen Brause, die uns Sipgate kostenfrei bereitstellte. 

Kurz nach 17 Uhr begrüßte uns Axel Topeter. Er ist mit 51 Jahren einer der ältesten Mitarbeiter des Unternehmens. In einer lockeren Runde erzählt er uns von der Entwicklungsgeschichte des Unternehmens: 

Sipgate wurde 2004 gegründet. Jedoch haben sie ganz unerwartet nicht mit agilen Methoden begonnen, sondern sind erst 2009 dazu übergegangen.

Sipgate bietet internetbasierte Telefonanlagen an. An der ersten Softwareversion wurde ca. 3 Jahre gearbeitet, ohne eine Gewissheit über den Erfolg zu haben. Die Unternehmer erkannten, dass sie dieses Risiko kein zweites Mal eingehen sollten. Aufgeschlossen wandten sie die neue Methode Scrum an, welche schnelleres und effizienteres Arbeiten versprach.

Es hat ca. 2 Jahre gedauert, bis die Methode erfolgreich umgesetzt wurde. Ganz offen spricht Axel darüber, dass nicht alle Mitarbeiter dieses neue Konzept mittragen konnten. Die neue Unternehmenskultur ist wirklich radikal agil. Es gibt keinen Chef, niemand der entscheidet, sondern die Entscheidung wird im Team getroffen.

In verschiedenen Meetings stimmt man sich in Teams und teamübergreifend ab. Beispielsweise gibt es alle 14 Tage den Open Friday. In Form eines Barcamps kann jeder Mitarbeiter seine Veränderungswünsche an einer Tafel kundtun. Die Kollegen entscheiden, ob der Vorschlag weiterverfolgt wird.

Besonders beeindruckend fand ich, wie sich das Unternehmen um die persönlichen Belange der Mitarbeiter kümmert:

  • es gibt eine zentrale, große Kaffeetheke
  • es gibt eine große schöne Kantine mit frisch zubereitetem Essen,
    in der auch häufiger Veranstaltungen stattfinden
  • es gibt einen sipgate Miniclub zur Betreuung der Kinder bis 10 Jahre

Aber es gibt auch die 40 Stunden Woche, die mit einer Stechuhr nachgehalten wird. Von jedem persönlich, denn diese sollte im Wesentlichen zur Selbstkontrolle dienen.

Besonders viele Fragen aus der Gruppe gab es an der Weiterbildungswand. Hier kleben viele gelbe Post-it's mit dem Mitarbeiterfoto und einem Weiterbildungswunsch. Es sind viele gewöhnliche aber auch besondere Veranstaltungen mit ungewöhnlichen Zielen wie Texas und Australien zu lesen. An der Tafel hängt ein großes Schild 'Workhack - es gibt kein Weiterbildungsbudget'. Dazu gibt es in der Bildergalerie unter dem Artikel auch ein Bild.

Wir haben viele interessante Anregungen mitgenommen. Einige Teilnehmer aus IT -Unternehmen kannten die agilen Methoden und staunten über deren konsequente Umsetzung.  Andere von großen und mittelständischen Unternehmen und auch die Vertreter der Kirche  und der Bundeswehr waren über die Gesamtheit und Wirkungsweise der angewandten Methoden erstaunt.

Vielen Dank an sipgate, dass ihr eure Erfahrungen mit uns geteilt habt. 

 


Simone Glitsch
gfo – Regionalleitung Köln/ Bonn

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