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gfo Regional: "Mit Achtsamkeit ins Unternehmen"

Ein Artikel der Regionalgruppe: Bremen/Oldenburg

gfo Regional: "Mit Achtsamkeit ins Unternehmen"

Beitrag vom 24. März 2021
Kurzberichte zu gfo Veranstaltungen

Mit Achtsamkeit ins Unternehmen – ein Abend für die eigene Achtsamkeit und um miteinander zu lernen.

Unsere Referentin Simone Dohmen hat uns an diesem sehr inspirierenden Abend viele theoretische und praktische Impulse gegeben bzw. ermöglicht.

Eingestiegen sind wir nach einer kurzen Kennenlernrunde mit dem bekannten Gleichnis „6 blinde Inder“, die alle ein Stück des Elefanten erleben und beschreiben, was sie voller Überzeugung wahrnehmen, z.B. den Fuß, der sich wie ein Baumstamm anfühlt. Wir sind ständig beschäftigt, etwas zu vergleichen, zu beobachten, zu interpretieren und zu beurteilen. Zu 80% des Tages sind wir dabei im Außen und bekommen nur wenig mit, insbesondere von uns selbst.

Weiter ging es praktisch atypisch mit einer zweiminütigen Stille. Das ging auch online ganz wunderbar. Hinterher tauschten wir unser Erleben aus: Augen auf oder geschlossen, weiter Blick oder Gedankenketten, To-do-Listen, Müdigkeit, Herzklopfen und die Füße im Bodenkontakt spüren. Erleben wir Stille, Innehalten, Dasein in der Organisation, und wenn ja, wie? Theoretisch sind wir dann mit der Definition von Achtsamkeit nach Jon Kabat Zinn, ihrer Herkunft und einer kleinen Reise in die Hirnforschung sowie Psychologie gestartet.

Achtsamkeit ist vor allem eine Praxis, die dich in dem gegenwärtigen Moment da sein lässt, wach, klar, neugierig, offen akzeptierend.

Hier hatten wir einen intensiven und fruchtbaren Austausch in Kleingruppen, zum Gegenwärtig sein 

als Mensch in der Organisation:

  • Wie wäre es, wenn ich in einer Besprechung wirklich ankomme und da bin?
  • Wie geistere ich in bzw. durch die Vergangenheit?
  • Wie verliere ich mich in der Zukunft?

und als Organisation:

  • Wie ist Präsenz in der Organisation erlebbar?
  • Wie äußert sich verfangen in der Vergangenheit zu sein?
  • Wie äußert sich der Zukunft vorauszueilen?

Selbst-bewusst-sein, Selbststeuerung und Selbstregulation entstehen durch viele kleine Microentscheidungen und Antworten. Sich zu verändern, um sich treu zu bleiben, bedeutet, nicht reflexhaft zu reagieren, sondern immer wieder neu, in diesem Moment, mit Anfängergeist den Raum zwischen Reiz und Reaktion zu entdecken! So wurde sehr klar, wie Achtsamkeit dazu beitragen kann, Raum für bewusste Entscheidungen zu lassen, eine Wahlfreiheit zu haben, Klarheit zu gewinnen, kreativ zu werden, sich zu fokussieren und nicht zuletzt Freude und Wohlbefinden zu fördern.

Und mit der Kurzmeditation IDA – Innehalten – Durchatmen – Ankern gab es abschließend als Bonbon auch noch eine alltagstaugliche Praxis an die Hand, um an Ort und Stelle mit Anderen bei sich zu sein.

Ein sehr gut investierter Abend mit vielen Impulsen, theoretischem Input und der Chance, dem Thema Achtsamkeit individuell und in der Organisation ein Stück näher zu kommen.

An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank an Simone Dohmen und an alle Beteiligten!

Antje Cordes & Stephan Müller
gfo Regionalleitung Bremen/Oldenburg